© Dr. Ralf Gunkel & Collegae, Essen
Die Zahnsteinentfernung ist die wohl älteste und am meisten verbreitete prophylaktische Maßnahme innerhalb der Zahnheilkunde.
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Zahnstein bildet sich, wenn weiche Plaque lange Zeit auf den Zähnen nicht entfernt verbleibt. Zusammen mit den Mineralien, die im Speichel vorhanden sind, verhärtet diese Plaque und formt sich um, bis schließlichlich Zahnstein entstanden ist.

Im Laufe der Zeit lagert sich immer mehr Zahnstein an den bereits vorhandenen an, bis schließlich durch die Bakterien und die scharfen Kanten das Zahnfleisch eine erste oberflächliche Entzündung bekommt.

Durch diese Gingivitis weicht das Zahnfleisch auf und weitet sich am Rand. Im weiteren Verlauf lagert sich nunmehr wieder Zahnstein an, der auch unterhalb des Zahnfleischrandes wächst.

Dort bildet er sich schließlich zu so genannten Konkrementen aus, die in der Hauptsache für Kieferknochenschwund und Parodontose verantwortlich sind.

Daher ist eine regelmäßige Zahnsteinentfernung dringend zu empfehlen, um vor allen Dingen den Kieferknochen zu erhalten.

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Die Intervalle sollten unter Berücksichtigung der Zahnsteinbildungsrate gewählt werden, wobei diese ganz individuell vor allen Dingen von der Plaqueformationsrate und dem Mineralstoffgehalt des Speichels abhängt.

Die Intervalle können daher in der Regel von einer dreimonatigen bis zu jährlichen Entfernungsnotwendigkeit reichen. In sehr seltenen Fällen kann auch die sechswöchige Entfernung angeraten sein, wobei dieses eher bei anderen Grunderkrankungen der Fall sein wird.

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